Jelly Belly

Jelly Belly

JellybellyAmerikanische Schmuckstücke aus den Jahren 1938- 1946 die außer Sterlingsilber oder anderem Metall ein Stück Lucit als wichtiges Gestaltungsmerkmal eingearbeitet hatten, nennt man Jelly Belly. In er Übersetzung heißt Jelly Belly soviel wie ‚Gelatinebauch' oder Durchsichtiger Bauch. Lucite, ein Werkstoff der 1937 von Du Pont Plastic eingetragen wurde, ist ein thermoplastisches Acrylharz oder auch Plexiglas. Es kann in Form gepresst oder durch Hitze geformt werden. Es läßt in allen Farben und Transparenzstufen herstellen. Anfangs nur als neumodischer Werkstoff verarbeitet, begann die Verarbeitung in Schmuckstücken nach Ausbruch des Krieges zu boomen, da die Möglichkeiten Strass oder Kristalle aus Europa zu importieren sehr schwierig geworden waren.

Grade die Ähnlichkeit eines Stückes polierten durchsichtigen farblosen Lucite zu einem Stück Bergkristall inspirierte die Designer der Modeschmuckindustrie diesen leicht nach zu produzierenden, günstigen Werkstoff als gestalterischen Mittelpunkt in Broschen und Clips zu verwenden. Neben vielen kleineren Firmen wie Leo Glass, Norma, Lisner und Schreiner gab es noch jede Menge Produzenten die ihre Stücke nicht signierten so das heute oft nicht mehr rekonstruierbar ist von wem einzelne Stücke stammen.

Die nicht signierten Stücke müssen sich in ihrer Qualität in keiner Weise hinter den signierten verstecken und werden heute ebenso eifrig gesammelt. Die beiden Firmen an die man aber als erstes bei dem Begriff Jelly Belly denkt sind Trifari und Coro. Trifari produzierte die ersten Jelly Bellies aus vergoldetem Metall und Lucite im Jahr 1941 und im Jahr daraus entstehen 6 Spitzenstücke, unter anderem der Metallfrosch auf einem Luciteblatt, ein Stück das äußerst selten ist.

Jellybelly2Danach wurden die Broschen und Clips mit vergoldetem Sterling produziert, aus dem jahr 1943 stammen viele der Tierbroschen wie z.B. der Frosch, die Spinne und der Pinguin. Alle Jelly Belly Entwürfe bis auf 2 Ausnahmen stammen von Alfred Pilippe, der Fisch und der Schwan sind jedoch von Norman Bel Geddes aus dem Jahr 1941 Coro entwarf deutlich weniger Jelly Bellies und es ist schwierig eine komplette Produktionslinie zu benennen. Sämtliche Stücke für Coro wurden von Adolph Katz entworfen, ab den ersten Broschen und Clips wurde das Lucite in Kombination mit vergoldetem Sterling verarbeitet.

Auch die bekannten ‚Duette' Doppelbroschen wurden unter Verwendung des Lucites gefertigt, so die bekannte Froschduette von1944.

Jellybelly31944 war das Jahr in dem Coro die meisten Jelly Belly Kollektionen entwarf, viele Stücke davon noch zusätzlich mit Email dekoriert wie einige Broschen in Obstkorbform oder das bekannte Eichhörnchen.

Ganz wichtig bei der Beurteilung der Stücke ist zu kontrollieren ob das Luciteelement Risse hat, da über Stoff getragen das Lucite wie eine Lupe wirkt und so jeder Riß vergrößert scheint.

 

 

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